Bam's Stories (Part I)

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Im Party Outfit aufgewacht

Ich sitze in irgendeiner Küche und kenne hier keinen der Gerüche. Die Prägung meines Löffels verspricht rostfreien Stahl und stelle fest etwas Öl täte der Badzimmertüre ganz. Herausfinden was für die Welt wirklich wichtig wär, fällt mir sichtlich schwer, denn ein unsichtbarer Helm, der drei Nummern zu klein ist, hat sich auf meinen Kopf gesetzt. Das muss wohl passiert sein als ich geschlafen habe. Eine Verbindung zur Party am Vorabend ist jedoch auch nicht gänzlich auszuschließen.

 

Die Augen schmerzen von den Kontaktlinsen, die ich über Nacht drin gelassen habe und als ich an mir herunter schaue, stelle ich fest, dass ich noch immer das Party Outfit von gestern trage: verknuddeltes T-Shirt, Jeans, und Schuhe die mit undefinierbaren Substanzen verklebt sind. Urban Style halt.

 

Durch das Fenster beobachte ich das Treiben auf der Straße und nach ein paar Minuten bin ich mir sicher: Ich bin alleine hier. Wo ist nur die süße Besitzerin, mit der ich mir das Bett geteilt habe?

 



Kaffee aufwachen party outfit
Foto: Lichtbild Austria / pixelio.de

Was bisher geschah

Ich habe geträumt ich sei eingeschlafen. Und als ich aufwache, liege ich alleine in einem etwas zu kurzen Bett mit blütenweißer Bettwäsche. Auf dem Nachtisch steht ein volles Glas Wasser auf einem alten Magazin über schwedische Mode.

 

Ist das für mich? Und wenn ja, wer hat es da abgestellt? Und wo bin ich überhaupt? Ich schaue mich um und finde keinerlei Anhaltspunkte, die mir erlauben meinen Aufenthaltsort näher zu bestimmen.

Skandinavische Mode im Altbau

Auf dem Boden verteilt liegen Ausdrucke aus Fashion Blogs und Mode-Zeitschriften, hier interessiert sich scheinbar jemand für Kleidung und Design. Skandinavische Mode…mh, mir geht das Herz auf. Das Altbau-Zimmer mit dunklen Dielen ist grün gestrichen und strahlt Wärme aus, auch wenn der kleine Kachelofen nicht brennt. Besser ist das, denn mir ist auch so schon heiß wie in der Saune. Mit dem viele Holz überall erinnert mich das Zimmer irgendwie spontan an Schweden. Aber gut, das bringt mich alles nicht weiter. Da muss ich wohl eher mein Gedächtnis bemühen.

 

Nachdem sich der Schleier in meinem Kopf ein etwas gelegt hat, versuche ich den Abend zu rekonstruieren. Irgendwo zwischen dem zweiten und dem drittem Besuch der Polizei auf Soko’s Party wird es aber duster. Hätte die mysteriöse Freundin meines Mitbewohners doch nicht so viele Tequilas angeschleppt… Vorgestellt hat sie sich ja als Sophie, aber auf dem Klingelschild steht R. Henderson. Ist das überhaupt ihre Wohnung?

 

Der Nachname passt jedenfalls schon ganz gut zu der schwedischen Flagge, die da in der Küche hängt. Ich widerstehe dem Drang alle Schubladen zu durchwühlen und mach mir einen Kaffe, als sei es das normalste der Welt. Milch scheint alle zu sein und so setzte mich, noch immer im Party Outfit und perfekt gestylt, ans Fenster und versuche mich an das Tageslicht zu gewöhnen.

 

In diesem Moment sucht ein Schlüssel seinen Weg ins Schloss der Wohnungstüre. Freunde, ich hab ein bisschen Angst.

 

Bis irgendwann,

BAM

 


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